Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, erwartet längere Wartezeiten für gesetzlich Versicherte. Nach ntv/dpa sagte er der Bild-Zeitung, gekürzte Mittel für die ambulante Versorgung entsprächen mehr als 50 Millionen wegfallenden Terminen. Diese Zahl ist seine Darstellung, keine hier unabhängig bestätigte Messung. [1]
Streit über die Verteilung freier Termine
Gassen kritisiert feste Kontingente, die Praxen künftig an Terminservicestellen melden sollen. Dort reservierte Termine fehlten nach seiner Argumentation den anderen Patienten der Praxis. Mehr Vermittlung allein schaffe keine zusätzliche Behandlungskapazität. [1]
Der Bundestagsbericht erläutert die von der Regierung vorgeschlagene und am 15. Oktober beschlossene Notfallreform mit überlasteten Notaufnahmen und einer besseren Steuerung in die passende Versorgung. Geplant sind gemeinsame Anlaufstellen und eine engere Vernetzung der Rufnummern 112 und 116 117. Diese Begründung stammt aus dem Gesetzgebungsverfahren und ist keine neue Antwort auf Gassens heutige Äußerung. [2]
Ob die Versorgung tatsächlich schneller erreichbar wird, lässt sich erst an Umsetzung, Personal und verfügbaren Terminen prüfen. Hintergründe stehen im [Bericht zum Bundestagsbeschluss](/artikel/notfallreform-abstimmung-2026-10-15).
