Ayse Asar sprach sich gegenüber Forschung & Lehre für eine geregelte Orientierungsphase nach der Promotion aus. Danach müsse gemeinsam geklärt werden, ob eine wissenschaftliche Laufbahn zur Professur, eine andere Daueraufgabe oder ein Wechsel aus der Wissenschaft sinnvoll sei. Die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes allein reiche dafür nicht.
Sie verlangte außerdem finanzielle Anreize von Bund und Ländern und wollte die bevorstehende Pensionierungswelle für Strukturänderungen nutzen. Der Bericht unterschied ihre Vorschläge von den damaligen Ankündigungen der Bundesregierung zu Mindestvertragslaufzeiten und Familienregelungen.
Asar konkretisierte ihren Vorschlag im Antrag 21/6345 vom 9. Juni: mindestens zwei Jahre Orientierungsphase, danach grundsätzlich Dauerbeschäftigung. Der Regierungsentwurf 21/8281 sieht dagegen Mindestlaufzeiten für Erstverträge vor. Er wurde am 8. Oktober in erster Lesung beraten und an den Forschungsausschuss überwiesen; das ist noch kein abschließender Gesetzesbeschluss.
Originalberichte und Belege ↓
- Neuer WissZeitVG-Entwurf für Juni angekündigt ↗Forschung & Lehre · 23.04.2026
- Antrag 21/6345: Gute Arbeit auf dem Campus ↗Deutscher Bundestag / Bündnis 90/Die Grünen · 09.06.2026
- Gesetzentwurf 21/8281 ↗Bundesregierung / Deutscher Bundestag · 30.09.2026
- Reform des Befristungsrechts in der Wissenschaft beraten ↗Deutscher Bundestag · 08.10.2026
Quellen und Folgeentwicklung zuletzt geprüft: 11.10.2026. Ein historischer Bericht beschreibt den damaligen Stand.