Adis Ahmetović forderte 2022 im taz-Interview ein stärkeres deutsches Engagement auf dem Westbalkan. In Bosnien und Herzegowina sollten demokratische Kräfte und die Zivilgesellschaft unterstützt werden. Eine Wahlrechtsreform dürfe ethnische Trennungen nicht weiter festschreiben; er verwies auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.
Der damalige Berichterstatter der SPD-Fraktion für den Westbalkan sprach sich außerdem für eine stärkere deutsche Beteiligung an EUFOR aus. Das Interview dokumentiert seine damalige außenpolitische Position.
Aus den Forderungen folgt weder, dass die Wahlrechtsfragen gelöst wurden, noch dass ein späterer sicherheitspolitischer Erfolg Ahmetović persönlich zugerechnet werden kann.
Originalberichte und Belege ↓
- Demokratische Werte verteidigen ↗taz / Erich Rathfelder · 24.02.2022
Quellen und Folgeentwicklung zuletzt geprüft: 10.10.2026. Ein historischer Bericht beschreibt den damaligen Stand.