Jens Lehmann forderte, den ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk zur unerwünschten Person zu erklären. Anlass war dessen Ausladung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Lehmann kritisierte den Umgang mit deutschen Politikern und verwies auf Deutschlands Unterstützung für die Ukraine. Die Berliner Zeitung dokumentierte seine öffentliche Äußerung.
Melnyk hatte Kretschmers Forderung nach einem Einfrieren des Krieges zurückgewiesen. Seine Abberufung durch die Ukraine war bereits vor Lehmanns Forderung beschlossen.
Melnyk verließ Deutschland im Oktober 2022 im Zuge des angekündigten Botschafterwechsels. Eine Umsetzung von Lehmanns Ausweisungsforderung ist damit nicht belegt. Melnyk verteidigte bei seiner Abreise seine beharrliche Forderung nach mehr deutscher Unterstützung.
Originalberichte und Belege ↓
- Lehmanns Ausweisungsforderung gegen Melnyk ↗Berliner Zeitung · 29.08.2022
- Melnyk verlässt Deutschland nach Ende seiner Amtszeit ↗ntv / dpa · 15.10.2022
Quellen und Folgeentwicklung zuletzt geprüft: 10.10.2026. Ein historischer Bericht beschreibt den damaligen Stand.