BND, Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst planen nach Recherchen von NDR und WDR eine gemeinsame Cloud auf Basis von Google-Technik. Sie soll Informationen bis zur Einstufung „Geheim“ verarbeiten. Laut Bericht ist ein vom Internet und von Google getrenntes System vorgesehen; die Daten sollen in Deutschland bleiben. [1]
Zulassung und Kosten bleiben Prüfgegenstand
Der ursprünglich für Anfang 2027 vorgesehene Start verzögere sich wegen ausstehender BSI-Zulassungen. Die Redaktionen nennen unter Berufung auf Insider mindestens 500 Millionen Euro. IT-Sicherheitsexperte Sven Herpig fragt, wie Betreiber spätere Softwareupdates prüfen und wann eine neue Zulassung nötig wäre. [1]
Das BfV verweist auf den Bedarf an moderner IT und sein Interesse an europäischen Lösungen. Weitere Projektfragen beantworteten die Dienste gegenüber den Redaktionen nicht. LOBBYALARM hat weder die internen Unterlagen noch eine endgültige Vergabeentscheidung eingesehen. [1]
Bereits bestehender Bundeswehr-Vertrag
Die BWI veröffentlichte im Mai 2025 einen Rahmenvertrag mit Google für eine getrennt betriebene Bundeswehr-Cloud. Zwei Instanzen sollen bis Ende 2027 entstehen. Diese Unternehmensmitteilung beschreibt ein anderes Vorhaben und bestätigt für sich genommen keine Nachrichtendienst-Cloud. [2]
