In Hamburg hat am Freitag der offizielle Spatenstich für den Umbau der Kulturfabrik Kampnagel stattgefunden. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nahm daran teil und bekräftigte die Beteiligung des Bundes von bis zu 60 Millionen Euro. Nach Angaben seines Hauses beträgt das Investitionsvolumen rund 168 Millionen Euro. Hamburg trägt das Vorhaben gemeinsam mit dem Bund.
Die ehemaligen Maschinenhallen sollen modernisiert und erweitert werden. Grundlage ist der Entwurf des französischen Architekturbüros Lacaton & Vassal. Der Betrieb des internationalen Produktionshauses für darstellende Künste soll während der Arbeiten weitergehen. Für Publikum und Künstler bedeutet das einen Umbau bei laufendem Programm.
### Förderzusage besteht seit Juli
Die Bundesförderung ist keine neue Entscheidung vom Freitag: Bereits am 30. Juli hatte Weimers Haus bis zu 60 Millionen Euro für den Umbau angekündigt. Damals wurden bereits Modernisierung und Erweiterung als Ziele genannt. Die Hallen sollen an einen gestiegenen Bedarf angepasst werden.
Mit dem Spatenstich erreicht das Vorhaben nun einen baulichen Meilenstein. Die Förderobergrenze und das angegebene Investitionsvolumen sind dabei von den am Ende tatsächlich anfallenden Kosten zu unterscheiden. Die Mitteilung zum Baustart nennt keinen verbindlichen Fertigstellungstermin.
Weimer bezeichnete Kampnagel als international bedeutsamen Kulturort und würdigte die Verbindung von künstlerischer Arbeit und politischer Auseinandersetzung. Ob der Umbau den laufenden Betrieb wie vorgesehen erhält und im geplanten Kostenrahmen bleibt, lässt sich am Tag des Baustarts noch nicht beurteilen.
