Bundeskanzler Friedrich Merz hat zum Abschluss des Berliner Investitionsgipfels von bislang rund 230 Milliarden Euro zugesagter Investitionen gesprochen. Der Deutschlandfunk nennt unter anderem Amazon, Nvidia, Microsoft, Sanofi, die Schwarz-Gruppe und RWE. Unklar bleibt, welche Vorhaben schon vorher geplant waren und welche unmittelbar auf den Gipfel zurückgehen. [1]
Zusagen sind noch keine ausgeführten Projekte
Merz versprach bessere Investitionsbedingungen, weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen. Finanzminister Lars Klingbeil verlangte weitere Strukturreformen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verwies auf den internationalen Wettbewerb um Unternehmen. [1]
Der DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier hielt dagegen: Im ersten Halbjahr 2026 hätten die privaten Investitionen noch etwa elf Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie gelegen. Die angekündigte Gesamtsumme belegt deshalb noch keinen entsprechenden Zuwachs tatsächlich ausgeführter Investitionen. [1]
Zugang zur Regierung und öffentliche Kosten
Die Bundesregierung bestätigt Gesprächsrunden ihrer Minister mit Unternehmensvertretern sowie bilaterale Treffen. Sie will Investoren künftig systematisch begleiten. [2]
Janine Wissler von der Linken kritisierte vor dem Treffen dessen Kosten und mögliche Privatisierungen von Infrastruktur. Das Wirtschaftsministerium erklärte gegenüber der ARD, die von ihr genannten fünf Millionen Euro umfassten auch den Aufbau internationalen Standortmarketings. Der Betrag lässt sich nach dieser Auskunft nicht vollständig der Konferenz zurechnen. [3]
Der [Beitrag zum Auftakt](/artikel/investitionsgipfel-regierung-investoren-2026-10-19) dokumentiert das zuvor angekündigte Programm.
