Der Bundestag soll am 16. Oktober über die Frühstartrente abstimmen. Geplant ist ein staatlicher Zuschuss von zehn Euro monatlich für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren. Zunächst soll der Geburtsjahrgang 2020 einbezogen werden, danach jedes Jahr ein weiterer Jahrgang. Am Morgen liegt noch kein Ergebnis der Plenarabstimmung vor. [1][2]
Staatlicher Zuschuss, private Einzahlungen
Eltern sollen das Geld in einem privaten Altersvorsorgedepot anlegen können. Zusätzlich wären eigene Einzahlungen von bis zu 6.840 Euro jährlich möglich. Für Kinder ohne eingerichtetes Depot sieht der Entwurf ab 2028 eine kollektive Auffanglösung vor. Nach den Änderungen des Finanzausschusses soll deren Geld ausschließlich weltweit gestreut in Aktien oder Aktienfonds investiert werden. [2]
Sarah Vollath von der Linken kritisierte im Deutschlandfunk, dass finanzstarke Eltern die zusätzlichen Einzahlungsmöglichkeiten wesentlich besser nutzen könnten. Die Förderung könne so bestehende Vermögensunterschiede verstärken. [1]
Finanzminister Lars Klingbeil hatte den Regierungsentwurf dagegen damit begründet, Kindern unabhängig vom Elternhaus einen frühen Einstieg in kapitalgedeckte Vorsorge zu ermöglichen. Das ist das politische Ziel der Regierung; die späteren Erträge und Verteilungswirkungen stehen nicht fest. [3]
Die Auszahlung ist frühestens ab 65 Jahren vorgesehen. Der parlamentarische Beschluss und eine tatsächlich verfügbare Anlage für alle betroffenen Kinder sind unterschiedliche Verfahrensschritte. [2]
