Justizministerin Stefanie Hubig und Finanzminister Lars Klingbeil haben nach einem ntv-Bericht Eckpunkte für einen umfassenderen Schutz von Wohngebäuden gegen Naturgefahren erarbeitet. Das Papier liegt dem Kölner Stadt-Anzeiger vor. Neue Versicherungen sollen Elementarschäden abdecken, bestehende Policen entsprechend erweitert werden. [1]
Selbstbehalte und Mieterschutz noch Gegenstand der Planung
Nach dem Bericht sieht das Modell einen Selbstbehalt von höchstens 20.000 Euro vor. Reagieren Eigentümer nicht auf ein Erweiterungsangebot ihres Versicherers, soll der zusätzliche Schutz nach einem Jahr automatisch gelten. Daneben wird eine günstigere Mindestdeckung mit bis zu 100.000 Euro Eigenanteil geprüft. Auch ein Verbot, diese Kosten auf Mieter umzulegen, soll geprüft werden. Es ist noch keine geltende Regelung. [1]
Was bereits öffentlich angekündigt war
Hubig hatte am 23. September beim Versicherungstag des Branchenverbands GDV die Ausweitung auf Neu- und Bestandsverträge angekündigt. Dabei betonte sie sowohl breite Absicherung als auch Wahlmöglichkeiten und bezahlbare Beiträge. Sie verlangte außerdem bauliche Vorsorge und Klimaanpassung. [2]
Die neuen Einzelheiten stammen aus dem heutigen Medienbericht. Das vollständige Eckpunktepapier wurde für diesen Beitrag nicht selbst eingesehen; verbindliche Fristen und Prämien lassen sich daraus noch nicht ableiten.
