Der GKV-Spitzenverband verlangt, Arzttermine stärker nach medizinischem Bedarf zu vergeben. Verbandschef Oliver Blatt kritisiert, gesetzlich Versicherte würden bei der Terminvergabe häufig benachteiligt. Die tagesschau berichtet am 17. Oktober über seine Aussagen gegenüber den Funke-Medien. [1]
Kritik an Wartezeiten
Blatt richtet seine Kritik vor allem gegen Unterschiede beim Zugang zu Terminen. Die Qualität der Behandlung im Krankenhaus und bei den meisten Ärzten bewertet er für gesetzlich und privat Versicherte dagegen als vergleichbar. Eine generelle Schlechterbehandlung behauptet er damit nicht. [1]
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im September Änderungen angesprochen, nachdem er eine bevorzugte Behandlung von Privatpatienten als Gerechtigkeitsproblem bezeichnet hatte. Der aktuelle Bericht dokumentiert eine Forderung des Krankenkassenverbandes; eine Einigung über neue Regeln oder deren Inkrafttreten nennt er nicht. [1]
Das zugrunde liegende Funke-Gespräch wurde nicht direkt eingesehen. Wie groß Terminunterschiede nach Fachgebiet, Region und Dringlichkeit ausfallen, lässt sich aus dieser Meldung allein nicht bestimmen.
